Schwerhörigkeit

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In Deutschland sind ca. 15 Mio. Menschen von Schwerhörigkeit betroffen. Die Anzahl und der Anteil an der Bevölkerung wird zunehmen, legt man die demografischen Daten zur Entwicklung der Altersstruktur zugrunde. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass 90% der Schwerhörigkeit altersbedingt sind.
Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit von einer Hörbeeinträchtigungen betroffen zu sein:

14 – 19 Jahre: 1 %
20 – 29 Jahre: 2 %
30 – 39 Jahre: 5 %
40 – 49 Jahre: 6 %
50 – 59 Jahre: 25 %
60 – 69 Jahre: 37 %
70 Jahre und älter: 54 %
(Quelle: Deutscher Schwerhörigenbund e.V. 2005 auf Basis einer Studie des Mediziners Wolfgang Sohn, Universität Witten-Herdecke)

In den meisten Fällen kann durch Versorgung mit Hilfsmitteln (Hörgeräte oder Implantate) oder auch durch medizinische Eingriffe geholfen werden. Im Ergebnis werden die Beeinträchtigungen insoweit behoben, dass Schwerhörige Sprache besser verstehen.
Durch die Miniaturisierung der digitalen Hörgerätetechnik ist ein wesentlicher Schritt in die Richtung des besseren Verstehens von Sprache in geräuschvoller Umgebung getan.

 

Hörgeräteanpassung

  • Bedarfsanalyse
    In einem ersten, persönlichen Gespräch werden die Hörprobleme ermittelt  und die individuellen Hörbedürfnisse analysiert. 
  • Höranalyse
    Ein ausführlicher Hörtest ermittelt den Grad der Höreinschränkung durch unterschiedlichste Töne und Sprachsequenzen. Nach Auswertung der erhaltenen Ergebnisse wird eine Hörgerätetechnik ausgesucht, die optimal zur individuellen Situation passt.
  • Ohrabformung
    Form und Größe eines jeden menschlichen Ohres sind komplett unterschiedlich. Daher werden zur Anfertigung individueller Ohrpassstücke für das Hörgeräte eine Ohrabformung gemacht.
  • Hörsystemanpassung
    Die durch die Höranalyse ermittelten Hörgeräte werden in einem speziellen Anpassraum auf die persönlichen Bedürfnisse eingestellt.
  • Feinabstimmung
    Nach einer Eingewöhnungszeit erfolgt eine Feinabstimmung der Hörgeräte. Diese dient dazu, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem persönlichen „Hörgeschmack“ und dem bestmöglichen Ausgleich des Hörverlustes herzustellen.

 

Hörgeräte

Grundsätzlich unterscheidet man bei Hörsystemen zwei Bauformen:

  • Im-Ohr-Geräte
    Diese Hörgeräte werden komplett „Im Ohr“ getragen. Die Elektronik ist dabei in eine individuell angefertigte Hohlschale eingearbeitet und wird in den Gehörgang eingeführt. Im-Ohr-Hörgeräte können im Gegensatz zu Hinter-dem-Ohr-Geräte die anatomischen Vorteile des Außenohres nutzen.
  • Hinter-dem-Ohr-Geräte
    Hinter-dem-Ohr-Geräte haben eine Gehäuseform, mit der das Gerät oben auf die Ohrmuschel aufgesetzt werden kann, wobei der größte Teil des Gehäuses im hinteren Bereich der Ohrmuschel aufliegt. Der Schall, der durch den im Gehäuse eingebauten Hörer erzeugt wird, wird durch den Schallkanal in das Ohr geleitet. Da bei Hinter-dem-Ohr-Geräten ausreichend Platz für Batterie, Elektronik und Schallwandler zur Verfügung steht, können vielfältige technische Optionen sowie hohe Verstärkungsleistungen realisiert werden.

 

Hilfe und Unterstützung

Schwerhörigen-Verein Berlin e.V.:  www.schwerhoerige-berlin.de

Sozialwerk des Schwerhörigen-Vereins Berlin e.V.:  www.hör.biz

Sozialwerk der Hörgeschädigten Berlin e.V.:  www.hoergeschaedigte-berlin.de

Deutscher Schwerhörigenbund e.V.:  www.schwerhoerigen-netz.de

Hier finden Sie eine Auswahl an Hörgeräteakustikern:

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