Arthrose

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Was ist Arthrose?

Mit zunehmendem Alter nutzen sich, biologisch bedingt, bei allen Menschen  die Knochengelenke mehr und mehr ab. Wenn dieser Abnutzungsprozess das altersübliche Maß übersteigt, spricht man von Arthrose (Gelenkabnutzung, Gelenkverschleiß). Dabei erhöht sich der Knorpelabtrieb in den Gelenken und auch die angrenzenden Knochen können Schaden nehmen.

Grundsätzlich können alle Gelenke von der Krankheit betroffen werden. Am häufigsten tritt sie jedoch in Gelenken auf, die stärker durch das Körpergewicht belastet werden. Hierzu gehören in erster Linie das Knie- und das Hüftgelenk. Weitere häufig betroffene Gelenke sind die kleinen Wirbelsäulengelenke, das Großzehengundgelenk und die Gelenke an den Händen.

Mögliche Ursachen für eine Arthrose können sein: erhöhtes Körpergewicht, angeborene oder verletzungsbedingte Knochenfehlstellungen, erhöhte Gelenkbelastung durch Beruf oder Sport, erbliche Einflüsse. Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen erkranken häufiger an Arthrose als Männer.

Typische Symptome

  • Anlauf- und belastungsabhängiger Schmerz
  • Gelenkerguss
  • Verformung des Gelenks
  • Gelenkgeräusche

Behandlungsmethoden

Eine Heilung von Arthrose im eigentlichen Sinne ist nicht möglich, da es sich um irreparable Schäden handelt. Das Ziel einer Behandlung ist in erster Linie die Linderung der Schmerzen und das Aufhalten des fortschreitenden Gelenkverschleißes.

Im Frühstadium werden nicht-operative Methoden angewendet. Dazu zählen physiotherapeutische Maßnahmen und orthopädische Hilfsmittel, Medikamente sowie bei vorhandenem Übergewicht Schritte zur Gewichtsreduktion.

Wenn diese Behandlungsmethoden für eine Schmerzfreiheit und Aufrechterhaltung der Beweglichkeit nicht mehr ausreichen, können auch operative Eingriffe in Erwägung gezogen werden. Dazu gehören

  • Gelenkspiegelung:  Das betroffene Gelenk wird vom Arzt ausgespült und eventuell durch Abtrieb entstandene Knochen- und Knorpelartikel entfernt. Gleichzeitig lassen sich dabei raue Gelenkflächen glätten und neu gebildete Knochenvorsprünge abtragen.
  • Gelenkersatz: Am häufigsten werden künstliche Gelenke bei Hüft- und Kniegelenksarthrose eingesetzt. Künstliche Gelenke, abhängig von Material und Verankerung, halten durchschnittlich 15 Jahre und mittlerweile sogar bis zu 25 Jahre und können danach gegen ein Neues ausgetauscht werden. Der zweite Gelenkersatz hält jedoch nicht so lange wie der erste und ein erneuter Austausch kann schwierig oder sogar unmöglich sein.
  • Gelenkversteifung:  Wenn das betroffene Gelenk operativ nicht mehr mit künstlichem Ersatz behandelbar ist, wird eine Versteifung der Gelenke durchgeführt. Hierfür werden die Knochen mit Schrauben und Metallplatten untereinander verbunden, so dass im betroffenen Gelenk keine Bewegung mehr möglich ist. Das Ziel dieser Methode ist, eine möglichst schmerzfreie Belastung zu ermöglichen. Der Nachteil ist, dass der Patient sich nach dem Eingriff nur noch eingeschränkt bewegen kann.

Interview mit Dr. med. Knipprath zum Thema Kniegelenk-Ersatz
Dr. med. Johannes Knipprath ist Spezialist für Hüft- und Knieoperationen und zählt mit über 4.000 durchgeführten OP´s zu den erfahrensten Orthopäden Deutschlands. Das Berliner Seniorenportal sprach mit ihm über die Therapie bei Problemen des Kniegelenks. mehr…
 


 

Hilfe bei Arthrose

Deutsche Arthrose-Hilfe e.V.:  www.arthrose.de